Zürich. Bankenviertel, Seeufer, Altstadt. Hier, wo Geschäftsleute in Anzügen durch die Bahnhofstrasse eilen und Studenten in Cafés über ihren Laptops sitzen, entwickelt sich eine diskrete Parallelwelt. Sugar Babies berichten von ihren Erfahrungen – ungeschönt, persönlich, manchmal überraschend. Es sind Geschichten aus dem echten Leben, keine Instagram-Fantasien. Manche beginnen mit einem nervösen ersten Treffen in einer Bar am Limmatquai, andere mit monatelangem Chatten, bevor überhaupt ein Date zustande kommt.
Die Motivation? Unterschiedlich. Eine 24-jährige Psychologiestudentin aus Oerlikon suchte finanzielle Entlastung während ihres Masterstudiums. Eine andere, 28, Marketingfachfrau aus Wiedikon, wollte nach einer Trennung etwas Neues erleben. Wieder eine andere spricht von Neugierde – sie hatte in einem Podcast davon gehört und dachte sich: Warum nicht? Zürich bietet die perfekte Kulisse dafür: international genug, um nicht ständig Bekannten über den Weg zu laufen, aber klein genug, um trotzdem vorsichtig sein zu müssen.
Was diese Frauen vereint? Sie alle navigieren durch eine Welt, die gesellschaftlich noch immer in einer Grauzone liegt. In der Schweiz, wo Privatsphäre heilig ist und man nicht gerne über Geld spricht, erst recht. Trotzdem – oder gerade deswegen – funktioniert Sugar Dating in Zürich auf eine eigene, spezifische Art.
Der erste Schritt: Von der App zum ersten Treffen
Die meisten Geschichten beginnen digital. Eine App, ein Profil, die ersten Nachrichten. Klingt banal, ist es aber nicht. «Ich habe Wochen gebraucht, bis ich mein Profil überhaupt online gestellt habe», erzählt eine Sugar Baby aus Seefeld. «Welche Fotos? Was schreibe ich? Wie ehrlich soll ich sein?» Sie entschied sich für einen natürlichen Look – keine Abendgarderobe, sondern ein Foto vom Wandern am Uetliberg. Das kam an.

Das erste Match kam schneller als erwartet. Ein Banker, Mitte 40, verheiratet, auf der Suche nach «unkomplizierter Gesellschaft». Sie chatteten drei Wochen lang, bevor sie sich trafen. «Er wollte sichergehen, dass ich keine Verrückte bin», lacht sie heute. «Und ich wollte dasselbe.» Das Treffen fand in einem Café in Enge statt, nachmittags, neutral. «Ich hatte meiner besten Freundin gesagt, wo ich bin, und dass sie mich in einer Stunde anrufen soll.» Klassisches Sicherheitsprotokoll.
Eine andere berichtet von einem weniger gelungenen ersten Date. Sie hatten sich in einer Bar am Paradeplatz verabredet – zu laut, zu öffentlich, zu unpersönlich. «Er hat die ganze Zeit auf sein Handy geschaut, und ich fühlte mich wie ein Accessoire.» Sie brach das Treffen nach 30 Minuten ab. Lektion gelernt: Der Ort macht einen Unterschied. Zürich hat genug diskrete Locations, man muss sie nur kennen. Kleine Weinbars in der Altstadt, ruhige Restaurants in Küsnacht, ein Spaziergang entlang des Seeufers bei Sonnenuntergang – alles besser als eine überfüllte Cocktailbar.
Interessant ist auch die Dynamik der ersten Gespräche. Viele Sugar Daddies in Zürich sind international – Deutsche, Franzosen, Briten, Amerikaner. Das macht die Konversation manchmal einfacher, manchmal komplizierter. «Ein Schweizer Sugar Daddy ist anders», erklärt eine Befragte. «Zurückhaltender, höflicher, aber auch distanzierter. Ein Deutscher geht schneller zur Sache.» Kulturelle Unterschiede spielen rein, auch wenn man in derselben Stadt lebt.
Alltag zwischen Uni, Job und Dates
Wie sieht der Alltag einer Sugar Baby in Zürich konkret aus? Weniger glamourös, als man denkt. Die meisten studieren oder arbeiten Vollzeit. Sugar Dating ist ein Nebenprojekt, keine Karriere. «Ich treffe meinen Sugar Daddy etwa zweimal im Monat», erzählt eine 26-Jährige, die in der Kommunikationsbranche arbeitet. «Meistens abends, manchmal am Wochenende. Es passt in meinen Kalender wie ein Fitnesstermin.»

Die Treffen selbst? Unterschiedlich. Mal ein Abendessen in einem Restaurant in Zollikon, mal ein Theaterbesuch im Schauspielhaus, mal einfach ein Glas Wein in seiner Wohnung am Zürichberg. «Es ist nicht immer aufregend», gibt sie zu. «Manchmal reden wir über Börsenkurse, und ich verstehe nur die Hälfte. Aber er schätzt es, dass ich zuhöre.» Das ist ein Punkt, den mehrere erwähnen: Viele Sugar Daddies suchen vor allem Gesellschaft, jemanden zum Reden, der ausserhalb ihres üblichen Umfelds steht.
Natürlich gibt es auch die andere Seite. Eine Befragte spricht offen über die emotionale Belastung: «Man muss sich abgrenzen können. Es ist eine Rolle, die man spielt. Wenn man das vergisst, wird es kompliziert.» Sie hatte einmal Gefühle für einen Sugar Daddy entwickelt – ein verheirateter Unternehmer aus Rüschlikon. «Ich dachte, es wäre mehr. War es nicht. Das tat weh.» Heute trifft sie sich nur noch mit Männern, bei denen sie von Anfang an klar ist, dass es rein transaktional bleibt.
Zeitmanagement ist eine Herausforderung. Zürich ist eine Stadt, in der alle beschäftigt sind. «Mein Sugar Daddy ist ständig auf Geschäftsreisen», erzählt eine andere. «Manchmal sagen wir ein Date drei Mal ab, bevor es klappt.» Flexibilität ist gefragt, aber auch Geduld. Andererseits: Wenn es klappt, sind die Treffen oft intensiver, weil beide wissen, dass Zeit kostbar ist.
Diskretion spielt eine riesige Rolle. In einer Stadt wie Zürich, wo man schnell jemandem über den Weg läuft, muss man vorsichtig sein. «Ich habe klare Regeln», erklärt eine Sugar Baby aus Wipkingen. «Keine Treffen in meiner Nachbarschaft, keine gemeinsamen Fotos, keine Social-Media-Verbindungen.» Einmal kam ein Bekannter auf sie zu, als sie mit ihrem Date in einem Restaurant in der Altstadt sass. «Ich habe ihn als Geschäftspartner vorgestellt. Hat funktioniert, aber mein Puls war bei 180.»
Die finanzielle Seite: Erwartungen und Realität
Reden wir über Geld. Das ist schliesslich ein zentraler Aspekt. Wie funktioniert das konkret in Zürich? Die Antworten variieren stark. Manche Sugar Babies erhalten ein monatliches Taschengeld, andere bekommen Geschenke oder finanzielle Unterstützung bei konkreten Ausgaben – Studiengebühren, Miete, Reisen. «Mein Sugar Daddy zahlt meine Krankenkasse», erzählt eine. «Das klingt unromantisch, aber es hilft enorm.»
Eine andere berichtet von einem Arrangement, bei dem sie pro Treffen eine Pauschale erhält. «Wir haben das von Anfang an klar besprochen. Kein Rumdrucksen, keine falschen Erwartungen.» Sie schätzt diese Direktheit – typisch schweizerisch, könnte man sagen. Allerdings gibt es auch Grauzonen. «Einmal hat ein Date erwartet, dass ich mit ihm nach Hause gehe, obwohl wir das nie besprochen hatten», erzählt eine Befragte. «Ich bin gegangen. Aber es war unangenehm.»

Geschenke sind ein anderes Thema. Handtaschen, Schmuck, Parfüm – klassische Sugar-Dating-Klischees. «Ich habe eine Cartier-Uhr bekommen», erzählt eine mit einem Lächeln. «Aber ehrlich gesagt, hätte ich lieber einen Beitrag an meine Studienkredite gehabt.» Nicht alle Sugar Babies sind materialistisch. Viele sind pragmatisch. Sie sehen das Arrangement als eine Art Nebenverdienst, der ihnen hilft, ihre Ziele zu erreichen – sei es ein Studienabschluss, eine Reise, oder einfach mehr finanzielle Freiheit.
Die Frage der Fairness kommt auf. «Ist es fair, dass ich für meine Zeit und Gesellschaft Geld bekomme?», fragt eine rhetorisch. «Ich finde schon. Er bekommt, was er will – Gesellschaft, Aufmerksamkeit, jemanden, der ihm zuhört. Ich bekomme, was ich will – finanzielle Unterstützung. Win-win.» Andere sehen es kritischer. «Manchmal fühle ich mich wie eine Dienstleisterin», gibt eine zu. «Aber dann erinnere ich mich daran, dass ich jederzeit gehen kann. Das macht den Unterschied.»
Ein wichtiger Punkt: Transparenz. Die erfolgreichsten Arrangements sind die, bei denen beide Seiten von Anfang an ehrlich sind. «Wir haben uns beim zweiten Treffen hingesetzt und alles besprochen», erzählt eine. «Erwartungen, Grenzen, Finanzen. Es fühlte sich an wie ein Geschäftstreffen, aber das war gut so.» In Zürich, wo Verträge und Verbindlichkeit hochgehalten werden, funktioniert dieser Ansatz besonders gut. Mehr dazu in unserem Artikel über verschiedene Zahlungsmodelle im Sugar Dating.
Kommunikation ist alles
Klare Absprachen von Anfang an verhindern Missverständnisse. Viele erfolgreiche Arrangements basieren auf offenen Gesprächen über Erwartungen, Grenzen und finanzielle Details. In Zürich schätzen beide Seiten diese Direktheit.
Diskretion schützt beide
Privatsphäre ist in der Schweiz heilig. Erfolgreiche Sugar Babies setzen klare Grenzen: keine gemeinsamen Social-Media-Posts, neutrale Treffpunkte, keine Vermischung mit dem privaten Umfeld. Das schützt beide Seiten.
Emotionale Grenzen wahren
Die Balance zwischen Nähe und Distanz ist entscheidend. Wer von Anfang an klar definiert, dass es ein Arrangement und keine romantische Beziehung ist, vermeidet Enttäuschungen und emotionale Komplikationen.
Positive Überraschungen und besondere Momente
Nicht alles ist Arbeit und Kalkül. Es gibt Momente, die überraschen. Eine Sugar Baby erzählt von einem spontanen Wochenendtrip nach Lugano. «Wir hatten uns eigentlich nur zum Abendessen verabredet, aber dann fragte er, ob ich Lust hätte, am nächsten Tag mit ihm ins Tessin zu fahren. Ich sagte ja. Es war magisch – Sonne, Palmen, italienisches Flair.» Solche Erlebnisse machen das Ganze zu mehr als einer reinen Transaktion.

Eine andere berichtet von einem Konzertbesuch im Hallenstadion. «Ich bin nicht der Typ für klassische Musik, aber er hatte Karten für ein Rockkonzert besorgt. Er kannte meinen Geschmack.» Diese kleinen Aufmerksamkeiten zeigen, dass manche Sugar Daddies wirklich zuhören und sich Mühe geben. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Respekt und Wertschätzung.
Dann gibt es die unerwarteten Verbindungen. «Ich habe durch meinen Sugar Daddy Leute kennengelernt, die ich sonst nie getroffen hätte», erzählt eine. «Künstler, Unternehmer, Diplomaten. Es hat meinen Horizont erweitert.» Zürich als internationales Zentrum bietet diese Möglichkeiten. Ein Abend bei einer Vernissage in einer Galerie in Zürich-West, ein Apéro mit Blick auf den See, Gespräche über Themen, die weit über Smalltalk hinausgehen – das sind die Momente, die hängen bleiben.
Natürlich gibt es auch skurrile Geschichten. Eine erzählt von einem Date, bei dem der Sugar Daddy darauf bestand, dass sie seine Lieblingsfarbe trägt – Lila. «Ich hatte nichts Lila. Also bin ich vorher noch schnell shoppen gegangen. Er war begeistert.» Solche Eigenheiten gehören dazu. Manche Sugar Daddies haben sehr spezifische Vorstellungen, und solange sie respektvoll sind, kann man damit umgehen.
Eine weitere positive Überraschung: Mentoring. «Mein Sugar Daddy ist Anwalt», erzählt eine Jurastudentin. «Er hat mir bei meiner Bachelorarbeit geholfen, Kontakte vermittelt, Tipps gegeben. Das war Gold wert.» Nicht alle Arrangements sind rein oberflächlich. Manche entwickeln eine echte Mentor-Mentee-Dynamik, die beiden Seiten zugutekommt.
Herausforderungen: Wenn es kompliziert wird
Natürlich läuft nicht immer alles glatt. Eine der grössten Herausforderungen? Emotionale Distanz wahren. «Ich habe mich einmal verliebt», gibt eine zu. «Er war charmant, intelligent, witzig. Ich vergass, dass es ein Arrangement war.» Als sie ihre Gefühle gestand, zog er sich zurück. «Er war verheiratet, hatte nie vor, seine Familie zu verlassen. Ich war naiv.» Solche Erfahrungen sind schmerzhaft, aber lehrreich.

Ein anderes Problem: Unklare Erwartungen. «Einmal dachte ich, wir treffen uns nur zum Essen. Er erwartete mehr. Ich fühlte mich unter Druck gesetzt.» Sie brach den Kontakt ab. «Im Nachhinein hätte ich vorher klarer kommunizieren sollen. Aber er auch.» Solche Situationen zeigen, wie wichtig es ist, von Anfang an Grenzen zu setzen. Mehr dazu in unserem Artikel über Diskretion und Grenzen im Sugar Dating.
Dann gibt es die gesellschaftliche Dimension. «Meine Familie weiss nichts davon», erzählt eine. «Ich könnte ihnen das nicht erklären. Sie würden es nicht verstehen.» Das Doppelleben kann belastend sein. Ständig aufpassen, was man sagt, wo man gesehen wird, mit wem man spricht. In Zürich, wo soziale Kreise oft überschaubar sind, ist das eine reale Herausforderung.
Eine weitere Schwierigkeit: Ghosting. «Er hat einfach aufgehört zu antworten», erzählt eine frustriert. «Keine Erklärung, nichts. Ich fühlte mich benutzt.» Das passiert auch im Sugar Dating. Manche Männer verschwinden ohne Vorwarnung, was verletzend sein kann, besonders wenn man Zeit und Emotionen investiert hat. Mehr dazu in unserem Beitrag über Ghosting im Sugar Dating.
Schliesslich: Die Frage der Selbstwahrnehmung. «Manchmal frage ich mich, ob ich das Richtige tue», gibt eine ehrlich zu. «Ist das moralisch okay? Benutze ich ihn? Benutzt er mich?» Diese Zweifel sind normal. Sugar Dating bewegt sich in einer Grauzone, und nicht jeder ist damit langfristig komfortabel. Wichtig ist, auf sich selbst zu hören und zu gehen, wenn es sich nicht mehr richtig anfühlt.
Was Sugar Babies anderen raten würden
Am Ende unserer Gespräche stellen wir immer dieselbe Frage: Was würdest du jemandem raten, der überlegt, ins Sugar Dating einzusteigen? Die Antworten sind erstaunlich konsistent.
«Sei ehrlich zu dir selbst», sagt eine. «Wenn du es nur fürs Geld machst und dich dabei unwohl fühlst, lass es. Es ist das nicht wert.» Eine andere ergänzt: «Setze klare Grenzen. Von Anfang an. Und halte dich daran.» Das scheint der Schlüssel zu sein – Selbstkenntnis und Klarheit.
«Recherchiere», rät eine weitere. «Nutze Plattformen wie Sugar Daddy Planet, lies Erfahrungsberichte, sprich mit anderen Sugar Babies, wenn möglich. Je besser du vorbereitet bist, desto sicherer fühlst du dich.» Information ist Macht, gerade in einem Bereich, der gesellschaftlich noch immer tabuisiert wird.
«Triff dich immer zuerst an öffentlichen Orten», betont eine. «Egal wie nett er wirkt. Sicherheit geht vor.» Das Sicherheitsprotokoll für erste Treffen sollte jede Sugar Baby kennen und befolgen. Zürich ist zwar eine sichere Stadt, aber Vorsicht ist dennoch geboten.
«Erwarte nicht zu viel», warnt eine andere. «Es ist kein Märchen. Es ist ein Arrangement. Manche sind toll, manche mittelmässig, manche schrecklich. Genau wie im normalen Dating.» Realistische Erwartungen helfen, Enttäuschungen zu vermeiden.
«Hör auf dein Bauchgefühl», sagt eine mit Nachdruck. «Wenn etwas komisch wirkt, ist es das wahrscheinlich auch. Geh dann einfach.» Intuition ist ein unterschätztes Werkzeug, gerade in Situationen, die emotional oder finanziell aufgeladen sind.
«Hab Spass», fügt eine lächelnd hinzu. «Wenn es sich wie Arbeit anfühlt, läuft etwas falsch. Ja, es ist ein Arrangement, aber es sollte trotzdem angenehm sein.» Das ist vielleicht der wichtigste Rat: Sugar Dating sollte eine positive Erfahrung sein, nicht eine Belastung.
Zürich als Schauplatz: Warum die Stadt eine Rolle spielt
Zürich ist nicht irgendeine Stadt. Es ist ein spezifisches Umfeld, das Sugar Dating auf eine bestimmte Art prägt. Die Internationalität spielt eine grosse Rolle. «Hier trifft man Leute aus aller Welt», sagt eine. «Das macht es einfacher, Gemeinsamkeiten zu finden, aber auch, anonym zu bleiben.» In einer Stadt mit so vielen Expats und Diplomaten ist es leichter, unter dem Radar zu bleiben.
Die Infrastruktur hilft ebenfalls. Zürich hat unzählige diskrete Locations – von kleinen Weinbars in der Altstadt bis zu exklusiven Restaurants am See. «Man findet immer einen Ort, wo man sich wohlfühlt», erklärt eine. Die Stadt bietet auch kulturelle Vielfalt: Theater, Konzerte, Ausstellungen, Sportevents. «Wir waren mal bei einem Eishockeyspiel», erzählt eine lachend. «Das war überraschend lustig.»
Die Schweizer Mentalität spielt ebenfalls rein. «Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Diskretion – das sind Werte, die hier hochgehalten werden», sagt eine. «Das macht Sugar Dating einfacher. Man weiss, woran man ist.» Gleichzeitig kann die Zurückhaltung auch eine Herausforderung sein. «Schweizer sind nicht die emotionalsten Menschen», gibt eine zu. «Manchmal wünschte ich mir mehr Offenheit.»
Die Nähe zu den Bergen ist ein weiterer Pluspunkt. «Wir sind mal spontan nach Engelberg gefahren», erzählt eine. «Seilbahn hoch, Fondue auf der Hütte, atemberaubende Aussicht. Das war ein perfekter Tag.» Zürich als Ausgangspunkt für solche Ausflüge macht die Stadt attraktiv für Sugar Dating. Man kann die urbane Szene geniessen und trotzdem schnell in die Natur flüchten.
Schliesslich: Die wirtschaftliche Stärke. Zürich ist eine der reichsten Städte der Welt. «Es gibt hier viele wohlhabende Männer», sagt eine pragmatisch. «Das ist einfach Realität.» Diese Konzentration von Vermögen macht Zürich zu einem Hotspot für Sugar Dating. Allerdings bedeutet das auch Konkurrenz. «Es gibt viele Sugar Babies hier», gibt eine zu. «Man muss sich abheben.»
Langfristige Arrangements: Wenn aus einem Date mehr wird
Manche Arrangements sind kurzlebig – ein paar Dates, dann geht jeder seiner Wege. Andere entwickeln sich zu langfristigen Verbindungen. «Ich kenne meinen Sugar Daddy jetzt seit zwei Jahren», erzählt eine. «Wir treffen uns regelmässig, haben eine Routine entwickelt. Es fühlt sich fast wie eine Beziehung an – nur ohne die Verpflichtungen.»
Solche langfristigen Arrangements haben Vorteile. «Man kennt sich, vertraut sich, muss nicht ständig neu verhandeln», erklärt sie. «Es ist entspannter.» Gleichzeitig gibt es Herausforderungen. «Manchmal vergesse ich, dass es ein Arrangement ist», gibt sie zu. «Dann muss ich mich daran erinnern, dass er verheiratet ist und das hier nie mehr sein wird.»
Eine andere berichtet von einem Arrangement, das sich über drei Jahre erstreckte. «Es endete, als er nach London versetzt wurde. Wir haben uns gut verabschiedet, bleiben in Kontakt. Es war eine schöne Zeit.» Solche Geschichten zeigen, dass Sugar Dating nicht immer transaktional und kalt sein muss. Es können echte Verbindungen entstehen, auch wenn sie zeitlich begrenzt sind.
Allerdings: Langfristige Arrangements erfordern auch mehr emotionale Arbeit. «Man investiert Zeit, Energie, Gefühle», sagt eine. «Wenn es endet, tut das weh. Auch wenn man weiss, dass es irgendwann enden wird.» Diese emotionale Komponente wird oft unterschätzt. Sugar Dating mag ein Arrangement sein, aber die Beteiligten sind Menschen mit Gefühlen.
Interessant ist auch die Entwicklung über die Zeit. «Am Anfang war es aufregend, neu, ein bisschen verboten», erzählt eine. «Nach einem Jahr war es Routine. Nach zwei Jahren fühlte es sich an wie ein Teil meines Lebens.» Diese Normalisierung kann positiv sein – es wird weniger stressig. Aber sie kann auch zu Langeweile führen. «Manchmal vermisse ich die Aufregung», gibt sie zu.
Langfristige Stabilität
Arrangements, die über Monate oder Jahre laufen, bieten Planbarkeit und Vertrauen. Beide Seiten kennen sich, wissen, was sie erwarten können, und müssen nicht ständig neu verhandeln. Das schafft eine entspannte Basis.
Emotionale Herausforderungen
Je länger ein Arrangement dauert, desto schwieriger wird es, emotionale Distanz zu wahren. Gefühle können sich entwickeln, was das ursprüngliche Agreement kompliziert. Klarheit über die Natur der Beziehung ist essenziell.
Respektvoller Abschluss
Auch langfristige Arrangements enden irgendwann. Ein respektvoller, klarer Abschluss – ob durch Umzug, Veränderung der Lebensumstände oder einfach natürliches Auseinanderleben – ist wichtig für beide Seiten.
Häufig gestellte Fragen
Nutze etablierte Plattformen wie Sugar Daddy Planet, lies Profile sorgfältig, achte auf verifizierte Accounts und triff dich immer zuerst an öffentlichen Orten. Vertraue deinem Bauchgefühl – wenn etwas seltsam wirkt, ist es das wahrscheinlich auch. In Zürich gibt es eine aktive Szene, aber auch schwarze Schafe. Recherche und Vorsicht sind entscheidend.
Vermeide Treffen in deiner direkten Nachbarschaft, nutze keine gemeinsamen Social-Media-Posts, wähle diskrete Locations ausserhalb deines üblichen Umfelds und informiere eine Vertrauensperson über deine Treffen, ohne Details preiszugeben. Zürich ist überschaubar – strategische Vorsicht ist wichtig.
Sei von Anfang an klar und direkt. Besprich beim zweiten oder dritten Treffen, was du erwartest – sei es monatliche Unterstützung, Geschenke oder Hilfe bei konkreten Ausgaben. In der Schweiz wird Direktheit geschätzt. Vermeide Unklarheiten, die später zu Missverständnissen führen können. Schriftliche Absprachen können helfen, sind aber nicht immer üblich.
Erinnere dich regelmässig daran, dass es ein Arrangement ist, keine romantische Beziehung. Wenn du merkst, dass du Gefühle entwickelst, sprich es an oder ziehe dich zurück. Emotionale Distanz ist eine Fähigkeit, die man lernen kann. Manche Sugar Babies finden es hilfreich, mit einer Vertrauensperson darüber zu sprechen – natürlich diskret.
Kleine Weinbars in der Altstadt, ruhige Cafés in Enge oder Seefeld, gehobene Restaurants in Küsnacht oder Zollikon, Hotelbars in internationalen Hotels oder ein Spaziergang am Seeufer bei Sonnenuntergang. Vermeide überfüllte Orte wie das Niederdorf am Wochenende oder zu zentrale Locations wie den Paradeplatz zur Stosszeit.
Sei ehrlich und direkt. Erkläre, warum du das Arrangement beenden möchtest – sei es aus persönlichen Gründen, weil sich deine Situation geändert hat oder weil es nicht mehr passt. Vermeide Ghosting – das ist respektlos. Ein kurzes, klares Gespräch oder eine Nachricht reicht. Bedanke dich für die gemeinsame Zeit und wünsche alles Gute. In der Schweiz wird solche Klarheit geschätzt.





